KI-Sprachklone: McConaughey, Caine und historische Persönlichkeiten jetzt zur Lizenzierung verfügbar

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ElevenLabs hat sich mit Prominenten und Nachkommen zusammengetan, um KI-generierte Stimmklone zu erstellen und bietet Unternehmen eine neue Möglichkeit, ikonische Stimmen für die kommerzielle Nutzung zu lizenzieren. Der Schritt unterstreicht einen wachsenden Trend: Prominente passen sich der KI an, anstatt sie zu bekämpfen.

Der Aufstieg der KI-Sprachlizenzierung

ElevenLabs kündigte Verträge mit Matthew McConaughey, Michael Caine und den Nachlässen von Maya Angelou, Judy Garland und anderen an, die die Erstellung von KI-generierten Versionen ihrer Stimmen ermöglichen. Diese Klone sind nicht frei verfügbar; Rechteinhaber müssen jedem Lizenzantrag zustimmen.

McConaughey, ein Investor von ElevenLabs, plant, seine KI-Stimme zu nutzen, um spanische Audioversionen seines Newsletters Lyrics of Livin zu erstellen. Er sieht darin eine Möglichkeit, seine Reichweite zu erweitern* und fördert die Weiterentwicklung von KI-Audiotools.

So funktioniert es: Kontrollierter Zugriff

Im Gegensatz zu Open-Source-KI-Tools erfordert der Marktplatz von ElevenLabs eine ausdrückliche Genehmigung. Unternehmen können Zugriff auf eine bestimmte Stimme beantragen, der Rechteinhaber (die Berühmtheit oder ihr Nachlass) muss der Nutzung jedoch zustimmen. Dieses System zielt darauf ab, unbefugte Deepfakes und Missbrauch zu verhindern, indem es die Kontrolle darüber behält, wie diese KI-Stimmen eingesetzt werden.

Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu Plattformen wie Meta AI, die Prominentenstimmen in Chatbots anbieten, und Sora von OpenAI, das sich auf Videos konzentriert. ElevenLabs positioniert sich als Vermittler, der Rechteinhaber mit potenziellen Lizenznehmern verbindet.

Warum das wichtig ist: Kontrolle im Zeitalter der generativen KI

Für Prominente und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens stellt KI ein zweischneidiges Schwert dar. Ihre Ähnlichkeiten sind wertvolle Vermögenswerte, aber KI macht es einfacher denn je, sie ohne Erlaubnis zu reproduzieren.

Diese Partnerschaften sind eine Möglichkeit für Stars, ihre Stimmen zu monetarisieren und gleichzeitig zu versuchen, die Kontrolle über ihre digitalen Identitäten zurückzugewinnen. Allerdings ist das System nicht narrensicher. Der Missbrauch von KI bleibt ein Problem und die Klagen gegen KI-Unternehmen eskalieren.

Rechtsstreitigkeiten und Urheberrechtsbedenken

Die Unterhaltungsindustrie verteidigt ihr geistiges Eigentum aggressiv. Disney, Universal und Warner Bros. verklagen Midjourney wegen Urheberrechtsverletzungen durch KI-generierte Bilder geschützter Charaktere. Ziff Davis, die Muttergesellschaft von CNET, hat ebenfalls eine Klage gegen OpenAI eingereicht und sich auf eine Urheberrechtsverletzung bei KI-Trainingsdaten berufen.

Mit der Weiterentwicklung der KI-Tools verändert sich die Rechtslandschaft rasant. Während Prominente von der Lizenzierung ihrer Stimmen profitieren können, bleibt das umfassendere Problem von KI-generierten Inhalten und Urheberrechten ungelöst.

Letztlich zeigen diese Schritte von ElevenLabs und anderen Unternehmen einen pragmatischen Ansatz in Sachen KI. Anstatt sich der Technologie zu widersetzen, finden Prominente Wege, sich anzupassen, davon zu profitieren und ein gewisses Maß an Kontrolle über ihre digitalen Identitäten zu behalten.