Battlefield 6, der neueste Teil der beliebten Ego-Shooter-Reihe, ist im Vergleich zu früheren Veröffentlichungen relativ stabil gestartet. Die Systemanforderungen bleiben jedoch anspruchsvoll und stellen eine Herausforderung für Spieler dar, die weniger leistungsstarke Hardware verwenden, einschließlich Windows-basierter Handhelds wie dem Legion Go S. Obwohl es nicht für diese Geräte entwickelt wurde, ist die Spielbarkeit bei sorgfältiger Optimierung möglich.
Systemanforderungen und reale Leistung
Electronic Arts (EA) listet die folgenden Mindestanforderungen für Battlefield 6 auf:
- Betriebssystem: Windows 10
- Prozessor: AMD Ryzen 5 2600 oder Intel Core i5-8400
- Speicher: 16 GB RAM
- Grafik: AMD Radeon RX 5600 XT 6 GB, Nvidia RTX 2060 oder Intel Arc A380
- DirectX: DirectX 12
- Verbindung: Ständige Online-Verbindung erforderlich
- Speicher: 55 GB verfügbarer Speicherplatz
Diese Spezifikationen verdeutlichen eine wesentliche Einschränkung für Handheld-Benutzer: die obligatorische Online-Verbindung. Sowohl der Kampagnen- als auch der Mehrspielermodus erfordern eine Internetverbindung, sodass ein Offline-Spielen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf Flügen ausgeschlossen ist.
Tests auf Hardware wie einem Desktop mit einer Intel i7-14600K-CPU, einer Nvidia RTX 4070 Super-GPU und 32 GB RAM haben gezeigt, dass selbst High-End-Systeme mit umfangreichen Modi wie Conquest und Breakthrough zu kämpfen haben. Auf anspruchsvollen Karten wie Liberation Peak kann es zu Verzögerungen und „Rubber Banding“ (Inkonsistenzen bei der Charakterbewegung) kommen.
Optimierung für Handhelds: Grafikeinstellungen
Der größte Leistungsengpass auf Handhelds ist die Grafikverarbeitung. Um die Bildraten zu verbessern, werden die folgenden Einstellungsanpassungen empfohlen:
- Grafikqualität: Auf Niedrig einstellen. Der Unterschied zwischen „Niedrig“ und „Mittel“ ist erheblich, sodass „Niedrig“ die effektivste Option ist.
- Bewegungsunschärfe: Deaktivieren Sie Waffenbewegungsunschärfe, Weltbewegungsunschärfe und Kameraverwacklungsstärke. Diese Effekte beeinträchtigen die Leistung auf kleineren Bildschirmen und schwächerer Hardware überproportional.
- Nachbearbeitung: Deaktivieren Sie Sprint-Kamerawackeln, chromatische Aberration, Vignette und Filmkörnung reduzieren. Diese visuellen Features bieten minimale Spielvorteile und verbrauchen gleichzeitig Ressourcen.
Modusspezifische Leistung
Die größeren Spielmodi von Battlefield 6 (Eroberung, Durchbruch) sind auf Handhelds aufgrund von Leistungseinschränkungen unpraktisch. Die sinnvollste Option besteht darin, bei kleineren Modi wie Deathmatch oder der Kampagne zu bleiben.
Die Kampagne mit ihrem eher linearen Design läuft bei optimierten Einstellungen reibungslos. Allerdings wird Deathmatch durch unübersichtliche Umgebungen erschwert, die die Identifizierung des Gegners erschweren. Dem Spiel fehlen die klaren visuellen Hinweise (Neonpunkte, Namensschilder), die man bei Konkurrenten wie Call of Duty findet, was die Frustration bei Handheld-Spielern erhöht.
Fazit
Obwohl Battlefield 6 nicht ideal für Windows-Handhelds ist, machen die oben beschriebenen Einstellungsänderungen das Spiel für gelegentliche Deathmatch-Sitzungen oder den Abschluss von Einzelspieler-Kampagnen spielbar. Das Erlebnis wird nicht mit einem High-End-PC mithalten können, bietet aber einen einzigartigen Vorteil: die Möglichkeit, unterwegs zu spielen, was Steam Deck-Benutzern aufgrund von Sicherheitsbeschränkungen nicht möglich ist.
