ExpressVPN Review (2026): Trotz früherer Bedenken immer noch eine Top-Wahl für den Datenschutz

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ExpressVPN bleibt einer der bekanntesten Namen auf dem VPN-Markt. Das 2009 gegründete Unternehmen hat sich einen Namen für Geschwindigkeit, Sicherheit und benutzerfreundliche Apps gemacht. Aber hält dieser Ruf auch im Jahr 2026 der Prüfung stand? Nach umfangreichen Tests und Analysen lautet die Antwort weitgehend „Ja“. Obwohl es in der Vergangenheit Kontroversen gab, hat ExpressVPN seine Transparenz und Servicequalität nachweislich verbessert. Diese Rezension befasst sich mit den aktuellen Angeboten, Preisen, Sicherheitsfunktionen und offenen Fragen zum Unternehmenseigentum.

Was bietet ExpressVPN im Jahr 2026?

ExpressVPN bietet drei Abonnementstufen: Basic, Advanced und Pro. Alle Pläne beinhalten eine solide Basis an Funktionen – bis zu 14 gleichzeitige Verbindungen, einen integrierten Geschwindigkeitstest und Blockierung von Werbung/Malware. Höhere Stufen bieten Tracker-Blockierung, eSIM-Zugriff mit unterschiedlichen Datenkontingenten und vollen Zugriff auf zusätzliche Datenschutz-Tools wie ExpressMailGuard und ExpressAI. Die Preise reichen von 3,49 $/Monat für langfristige Verpflichtungen (28 Monate) bis 19,99 $ monatlich für den Pro-Plan.

Der Dienst ist auf den wichtigsten Plattformen (iOS, macOS, Windows usw.) verfügbar. Während das VPN selbst nach wie vor das Kernangebot darstellt, hat ExpressVPN auf angrenzende Datenschutztools ausgeweitet und sich so als umfassenderer Anbieter digitaler Sicherheit positioniert. Insbesondere wurden kurzzeitig Kryptowährungszahlungen angeboten, diese jedoch aufgrund nicht näher bezeichneter technischer Probleme deaktiviert.

Ist ExpressVPN vertrauenswürdig?

Die Datenschutzrichtlinien von ExpressVPN sind streng. Es folgt einer strikten No-Logs-Richtlinie, die durch unabhängige Audits und sogar einen realen Test im Jahr 2017 bestätigt wurde, als türkische Behörden einen Server beschlagnahmten und keine Benutzerdaten fanden. Das Unternehmen veröffentlicht Transparenzberichte, in denen staatliche Anfragen nach Benutzerinformationen detailliert beschrieben werden – keiner davon hat zur Offenlegung von Daten geführt.

Potenzielle Nutzer sollten sich jedoch der Eigentümerschaft des Unternehmens bewusst sein. ExpressVPN gehört Kape Technologies, einem britisch-israelischen Unternehmen mit kontroverser Vergangenheit. Kape betrieb zuvor Crossrider, eine Plattform, die von einigen Entwicklern zur Adware-Injektion genutzt wurde. Während Kape behauptet, dies sei auf Missbrauch durch Dritte zurückzuführen, äußert der Verband berechtigte Bedenken.

Trotz dieser Geschichte agiert ExpressVPN unabhängig von anderen Kape-Marken (Private Internet Access, CyberGhost) und unterhält geprüfte Datenschutzrichtlinien. Das Unternehmen generiert Einnahmen ausschließlich aus Abonnements, nicht aus Datenverkäufen. Für Personen mit extremen Datenschutzbedürfnissen (Journalisten, Aktivisten) ist dennoch Vorsicht geboten. Für allgemeine Benutzer sind die Risiken jedoch überschaubar.

Behebung früherer Probleme: DNS-Lecks und Transparenz

Im Jahr 2024 wurde ein DNS-Leck in der Windows-Split-Tunneling-Funktion von ExpressVPN entdeckt, das einen Teil des Benutzerdatenverkehrs offenlegte. Das Unternehmen reagierte schnell, indem es das Tool deaktivierte, den Fehler behob und ein externes Audit in Auftrag gab. Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung strenger Tests und transparenter Reaktionen auf Sicherheitslücken.

ExpressVPN hat seine Audits verdoppelt und seit 2022 fast 20 Audits in Auftrag gegeben. Während einige noch veraltet sind, zeigt die Anstrengung ein Engagement für die Verifizierung. Das Unternehmen unterhält außerdem ein Bug-Bounty-Programm, das Forscher dazu ermutigt, Schwachstellen zu identifizieren.

Das Urteil: Eine solide Wahl, mit Vorbehalten

ExpressVPN bleibt ein starker Konkurrent auf dem VPN-Markt. Die Apps sind ausgefeilt, die Geschwindigkeit hoch und die Datenschutzfunktionen umfassend. Das Unternehmen hat Schritte unternommen, um frühere Bedenken auszuräumen, einschließlich der Erhöhung der Transparenz und der wirksamen Reaktion auf Sicherheitsvorfälle.

Der Besitz von Kape Technologies bleibt jedoch ein Streitpunkt. Benutzer sollten diesen Faktor gegen die technischen Vorzüge des Dienstes abwägen. Für die meisten bietet ExpressVPN ein zuverlässiges und sicheres VPN-Erlebnis. Aber diejenigen mit extremen Datenschutzbedenken bevorzugen möglicherweise Alternativen.