Panasonic nutzt KI-gestützte Roboter zur Konstruktion für die Demontage

6
Panasonic nutzt KI-gestützte Roboter zur Konstruktion für die Demontage

Panasonic ist Vorreiter bei einem neuen Ansatz für das Produktdesign und nutzt KI-gesteuerte Roboter zur systematischen Demontage seiner Geräte – Waschmaschinen, Trockner und sogar Mikrowellen –, um die zukünftige Fertigung für einfachere Reparatur, Wiederverwendung und Recycling zu optimieren. Hier geht es nicht um die Automatisierung, um Produkte schneller zu bauen ; Es geht darum, dass Roboter sie zerlegen, um ein besseres Design zu ermöglichen.

Die Kreislaufwirtschaft in Aktion

Die auf der CES 2026 vorgestellte Initiative ist eine direkte Reaktion auf die wachsende Nachfrage nach einer Kreislaufwirtschaft, in der Materialien so lange wie möglich genutzt werden. Andrea Murphy, Direktorin für Umweltangelegenheiten bei Panasonic, meint: „Recycling ist nicht so gut wie Wiederverwendung oder Wiederaufbereitung.“ Ziel des Unternehmens ist es, die Abhängigkeit von neuen Rohstoffen zu verringern und die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren.

Wie es funktioniert: Roboter als Designberater

Anstatt dass menschliche Ingenieure Produkte rückentwickeln, hat Panasonic Roboter für die Durchführung von Demontageaufgaben ausgebildet. Diese mit Werkzeugen wie Magnetarmen ausgestatteten Roboter nehmen Geräte systematisch auseinander und identifizieren Konstruktionsfehler, die eine einfache Zerlegung verhindern. Die KI-Modelle, die die Roboter steuern, geben diese Daten dann an Designer zurück, die zukünftige Produkte für eine bessere Demontage anpassen können.

Dazu gehört:
– Identifizieren ungünstig platzierter Schrauben oder Anschlüsse
– Optimierung der Komponenten für eine einfachere Entfernung
– Verbesserung des Reparaturzugangs für häufig defekte Teile (z. B. Wärmepumpen in Wasch-Trockner-Kombinationen)

Simulation und prädiktives Design

Die KI ist nicht nur reaktiv; es ist auch vorhersagend. Mithilfe von Simulationen testen Konstrukteure, wie sich Änderungen an einem Produkt auf dessen Demontage auswirken. Dies eliminiert Rätselraten und stellt sicher, dass Designänderungen keine neuen Probleme verursachen. Michael Shadovitz, Designingenieur bei Panasonic, erklärt: „Für einen Designer ist es schwierig, alle verschiedenen Szenarien tatsächlich zu berechnen. Deshalb versuchen wir, diese Technologie zu nutzen, um beim Design den Demontageprozess im Hinterkopf zu haben.“

Beyond Repair: Ein Wandel in der Designphilosophie

Dabei geht es nicht nur darum, Reparaturen einfacher zu machen. Es geht darum, die Art und Weise, wie Produkte konzipiert werden, grundlegend zu verändern. Shadovitz gibt zu, dass er begann, sich zu fragen, wo seine Kreationen nach ihrer Nutzungsdauer landeten, was zu einem umfassenderen Umdenken führte: * „Könnte besseres Design bedeuten, dass weniger alte Mikrowellen und Waschmaschinen auf Mülldeponien landen?“*

Durch die sorgfältige Dekonstruktion bestehender Produkte kann Panasonic sicherstellen, dass zukünftige Geräte so gebaut werden, dass sie zerlegt werden können – nicht als nachträglicher Einfall, sondern als integraler Bestandteil des Designprozesses. Dieser Ansatz verspricht eine längere Lebensdauer der Ausrüstung, eine effizientere Wiederverwendung von Komponenten und einen geringeren ökologischen Fußabdruck.

Die Strategie von Panasonic unterstreicht den wachsenden Trend, dass Hersteller Nachhaltigkeit durch Design in den Vordergrund stellen. Durch den Einsatz von KI und Robotik optimiert das Unternehmen nicht nur seine Produkte für die Demontage, sondern schafft auch einen Präzedenzfall für ein verantwortungsvolleres und zirkuläreres Fertigungsmodell.