Spotify führt Kontrollen zum Deaktivieren von Videoinhalten in allen Tarifen ein

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Spotify verändert sein Benutzererlebnis, indem es den Hörern mehr Kontrolle darüber gibt, wie sie Inhalte konsumieren. In einem neuen globalen Update, das diesen Monat herauskommt, führt der Musik-Streaming-Riese die Möglichkeit ein, Videoinhalte zu deaktivieren, darunter Musikvideos, Podcast-Videos und die „Canvas“-Looping-Visuals, die bei bestimmten Titeln abgespielt werden.

Dieser Schritt stellt eine bedeutende Änderung in der Art und Weise dar, wie Spotify seine zunehmend visuelle Benutzeroberfläche verwaltet, sodass Benutzer entscheiden können, ob sie ein Multimedia-Erlebnis oder ein rein audiozentriertes Erlebnis wünschen.

Anpassen des Hörerlebnisses

Das Update soll auf unterschiedliche Benutzerpräferenzen eingehen und berücksichtigt, dass nicht jeder beim Hören von Musik oder Podcasts eine visuelle Komponente wünscht.

  • Universelle Verfügbarkeit: Die Option zum Deaktivieren von Videos steht allen Benutzern zur Verfügung, auch denen mit Free-, Basic- und Premium -Plänen.
  • Canvas-Steuerung: Benutzer können sich jetzt von „Canvas“ abmelden – den kurzen, sich wiederholenden Videoclips, die normalerweise im Hintergrund bestimmter Songs angezeigt werden.
  • Verbesserungen des Familienplans: Eine spezielle neue Funktion wird für Familienplan-Manager bereitgestellt. Bisher konnten Manager Videoinhalte nur für Konten einschränken, die für Kinder unter 13 Jahren verwaltet wurden. Jetzt haben Manager die Befugnis, Videoeinstellungen für jedes Mitglied des Familienplans anzupassen.

Warum das wichtig ist: Der Drang nach „Audio-First“

Seit einigen Jahren bewegt sich Spotify in Richtung einer visuelleren Plattform und integriert Videos, um mit Diensten wie YouTube und TikTok zu konkurrieren. Dieser Wandel stößt jedoch oft auf Widerstand bei Nutzern, die ein „zurückgelehntes“ Audioerlebnis bevorzugen – also bei Nutzern, die beim Fahren, Arbeiten oder Sport zuhören und visuelle Unterbrechungen als ablenkend oder batterieentladend empfinden.

Durch die Bereitstellung dieser Kontrollen versucht Spotify, zwei konkurrierende Trends auszugleichen:
1. Der Drang zum Engagement: Verwendung von Videos, um die Verweildauer in der App zu erhöhen.
2. Benutzerautonomie: Unter Berücksichtigung des Hauptgrunds, warum die meisten Menschen den Dienst nutzen – um Audio ohne Ablenkung zu hören.

Wichtige Einschränkungen, die Sie beachten sollten

Während Benutzer die visuelle Unordnung deutlich reduzieren können, ist das „nur Audio“-Erlebnis nicht ganz unumgänglich. Spotify hat klargestellt, dass bestimmte Elemente auch bei deaktivierter Videofunktion bestehen bleiben:
Videoanzeigen werden möglicherweise weiterhin angezeigt.
Leinwandähnliche Bilder können bei bestimmten Audio-Werbungen immer noch vorhanden sein.

Dies deutet darauf hin, dass Spotify zwar bereit ist, bei der Präferenz der Nutzer für Inhalte Kompromisse einzugehen, aber seine Einnahmequellen für visuelle Werbung aufrechterhält.

Kontext: Ein wachsender Funktionsumfang

Dieses Update kommt während einer Übergangsphase für Spotify. Nach Preiserhöhungen zu Beginn dieses Jahres, bei denen der Premium-Einzelplan auf 13 US-Dollar pro Monat anstieg, konzentrierte sich das Unternehmen darauf, durch neue Funktionen wie „Geschmacksprofil“ und „Promoted Playlists“ einen Mehrwert zu schaffen.

Durch die Bereitstellung einer detaillierteren Kontrolle über die Benutzeroberfläche versucht Spotify, Benutzer zu halten, die möglicherweise das Gefühl haben, dass die Plattform zu überladen oder optisch anspruchsvoll wird.

**Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das neue Update von Spotify Benutzern die Rückkehr zu einem optimierten, reinen Audioerlebnis ermöglicht und eine dringend benötigte Anpassungsoption für diejenigen bietet, die die jüngsten visuellen Erweiterungen der Plattform zu schätzen wissen