Das zu Amazon gehörende autonome Fahrzeugunternehmen Zoox hat einen freiwilligen Software-Rückruf durchgeführt, der 332 Fahrzeuge betrifft, die in San Francisco und Las Vegas im Einsatz sind. Der Rückruf, der am Dienstag bei der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) eingereicht wurde, befasst sich mit Vorfällen, bei denen die Fahrzeuge die Mittelspurlinien in der Nähe von Kreuzungen überquerten oder Zebrastreifen blockierten.
Das Problem: Autonome Systemfehler
Zoox identifizierte zwischen dem 26. August und dem 5. Dezember 62 Fälle, in denen seine fahrerlosen Robotertaxis Manöver durchführten, die zwar nicht gefährlich waren, aber von den Sicherheitsstandards des Unternehmens abwichen. Dazu gehörten weite Kurven, die dazu führten, dass Fahrzeuge auf die Gegenfahrbahn abdrifteten und auf Zebrastreifen anhielten, während sie versuchten, Kreuzungen an roten Ampeln auszuweichen. Obwohl keine Unfälle direkt mit diesen Problemen in Verbindung gebracht wurden, erkannte Zoox das Potenzial für ein erhöhtes Kollisionsrisiko an.
Wie Zoox reagierte
Das Unternehmen reagierte schnell und stellte am 7. November und erneut Mitte Dezember Software-Updates bereit, um die Fehler zu beheben. Laut Zoox konnten mit diesen Updates die Grundursachen der Vorfälle erfolgreich behoben werden. Der Rückruf wird als Schritt in Richtung Transparenz und kontinuierlicher Weiterentwicklung der Technologie dargestellt.
„Wir reichen einen freiwilligen Software-Rückruf ein, da Transparenz und Sicherheit für Zoox von grundlegender Bedeutung sind und wir gegenüber der Öffentlichkeit und den Aufsichtsbehörden offen darüber sprechen möchten, wie wir unsere Technologie ständig weiterentwickeln und verbessern.“
Ein Muster von Rückrufen
Dies ist nicht der erste Software-Rückruf für Zoox in diesem Jahr. Im März veröffentlichte das Unternehmen ein ähnliches Update im Anschluss an eine NHTSA-Untersuchung zu Berichten über plötzliches, starkes Bremsen, das zu Auffahrunfällen mit Motorrädern führte. Dieser jüngste Rückruf verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen beim Einsatz autonomer Systeme unter realen Bedingungen.
Die Notwendigkeit häufiger Softwarekorrekturen unterstreicht, dass selbst fortschrittliche KI-gesteuerte Fahrzeuge eine kontinuierliche Überwachung und Anpassungen benötigen, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Das Unternehmen führt derzeit Gespräche mit der NHTSA, um die Schwere und die zugrunde liegenden Ursachen dieser Vorfälle zu verstehen.
Der Vorfall erinnert daran, dass sich die Technologie zum Selbstfahren trotz rascher Fortschritte noch in der Entwicklung befindet. Bei realen Tests werden unweigerlich unvorhergesehene Grenzfälle aufgedeckt, die von Herstellern wie Zoox ständige Wachsamkeit und Weiterentwicklung erfordern.






















