Europas Kriegsmaschinen sind jetzt noch intelligenter

5

Es reichte nicht, zu experimentieren. Europas Militärs brauchten Ergebnisse. Jetzt integrieren sie KI direkt in ihre Kernverteidigungsfähigkeiten. Der Wandel vollzieht sich schnell.

Deutschland und die Ukraine haben am Montag Vollgas gegeben. Sie haben „Brave Germany“ ins Leben gerufen. Denken Sie an 5.000 Drohnen. KI-fähig. Mittelstreckenstürmer. Gemeinsam betrieben. Dieser Händedruck zwischen Berlin und Kiew ist kein Einzelfall. Es ist Teil einer Welle von Deals auf dem gesamten Kontinent, bei der Algorithmen in alles eingebaut werden, von Entscheidungspulten bis hin zu Waffenzielgeräten.

Was gibt es eigentlich da draußen?

Lassen Sie uns mit einem Missverständnis aufräumen. Europa ist hier nicht neu. Zehn Jahre lang nutzen sie KI für die langweiligen Dinge. Logistik. Personalwesen. Wartungspläne.

Laura Bruun von SIPRI stellt fest, dass die Technologie um das Jahr 2015 herum ausgereift war. Damals hörte sie auf, ein Spielzeug zu sein, und wurde zur Priorität.

„Sehr einfache KI-Modelle … es ist schneller, wenn man Route B nimmt als Route A“, sagt sie. Wie Google Maps, aber für Panzer.

Aber jetzt? Das Geld fließt in zwei Eimer. Erstens halbautonome Waffen. Zweitens: Entscheidungsunterstützung.

Mit den Waffen bleiben die Menschen auf dem Laufenden. Sie drücken immer noch den Knopf. Aber zur Entscheidungsunterstützung deckt KI jede Aufgabe ab, bei der ein Computer Ihnen bei der Auswahl einer Vorgehensweise im Krieg helfen kann. Kampfmanagement. Taktische Planung. Roy Lindelauf, Professor an der Niederländischen Verteidigungsakademie, sagt, hier brennt das Geld.

Die Großen

Immer wieder tauchen drei Namen auf. Frankreich. Deutschland. Großbritannien.

Sie haben große Verträge mit privaten KI-Firmen unterzeichnet. Deutschland treibt sein zukünftiges Kampfluftsystem zügig voran. Im Jahr 2023 schloss sich ihr Verteidigungsministerium mit Helsing AI zusammen, um das digitale Rückgrat ihrer Kampfflugzeuge der nächsten Generation aufzubauen.

Warten. Mehr.

Deutschland hat außerdem Helsing verpflichtet, KI in die elektronischen Kriegsführungssysteme des Eurofighters zu integrieren. Dann noch ein Deal. 269 ​​Millionen Euro für „Kamikaze-Drohnen“. Herumlungernde Munition für NATO-Lagerbestände.

In Großbritannien gibt es das Asgard-Programm. Angekündigt für 2025, aber bereits in Bewegung. Ein Netzwerk, das Sensoren und Angriffswerkzeuge kombiniert. Sie wollen Geschwindigkeit. Sie wollen Tödlichkeit. Und sie haben einen neuen besten Freund: Palantir. Der US-Technologieriese pumpt bis zu 1,5 Pfund nach Großbritannien. Helfen Sie ihnen, KI zu nutzen? Ja.

Frankreich will Unabhängigkeit.

Souveränität ist nicht mehr nur ein politisches Wort. Es ist eine Technologiestrategie.

Sie wollen militärische KI, die nicht auf Amerika angewiesen ist. Im Januar überreichte die Regierung Mistral einen Rahmenvertrag. Ein in Paris ansässiges Geschäft, das mit den amerikanischen Giganten konkurriert. Die Modelle von Mistral erhalten Zugang zu den französischen Streitkräften. Es baut auf den Kooperationspakten von 2025 auf.

Die EU selbst versucht aufzuholen. Der Europäische Verteidigungsfonds hat gerade grünes Licht für Projekte für souveräne große Sprachmodelle gegeben. KI für Artillerie. Ein privates, nachhaltiges System für die Mitgliedstaaten.

Europa hat Pläne. Lindelauf nennt sie durchdacht. Aber Hinrichtung? Er ist besorgt. Die Bürokratie bewegt sich zu langsam.

Der Ukraine-Effekt

Europa lernt, indem es den Kampf in der Ukraine beobachtet. Es ist das ultimative Testgelände.

Die Ukraine hat „Delta“ gebaut. Ein digitales Gefechtsführungssystem. Es frisst Daten. Von Satelliten. Radargeräte. Tracker. Die KI analysiert den Lärm. Es zeigt den Offizieren an, wo sich der Feind befindet. Wo die Freunde sind.

„Es kombiniert riesige Mengen unterschiedlicher Daten … die KI-Schicht übernimmt die Analyse“, betont Lindelauf.

Und die Drohnen? Ukrainische Streitkräfte setzen häufig herumstreunende Munition ein. Sie sind keine völlig autonomen Killer. Ein Kommandant sagt „Streik“. Die Maschine folgt. Aber es ist automatisierte Navigation und Identifizierung.

Dann ist da noch einmal Palantir. Zusammenarbeit mit Kiew an „Brave1 Dataroom“. Auf Kampfdaten trainierte KI. Ein anderes System sortiert Luftangriffsdetails. Ein anderer kümmert sich um Geheimdienstdumps.

Die Europäische Kommission hat gerade STRATUS gestartet. Cyberabwehr für Drohnenschwärme. Wer baut einen Teil davon? Ein ukrainischer Subunternehmer. Die Technologie wird auf echtem Schlachtfeldschlamm getestet. Kein Labor.

Es zeichnet sich jedoch eine dunklere Seite ab. Laut Bruun testet die Ukraine die vollständige Automatisierung. Was passiert, wenn ein Kommandant den Kontakt zu einer Rakete verliert?

„Ich habe Interviews gelesen … der Mensch ist ein Flaschenhals“, bemerkt sie. Wer sich nicht entscheiden kann, verliert. Sie automatisieren also die Funktion „Job beenden“. Mehr Automatisierung bedeutet Resilienz. Geschwindigkeit zählt.

Die Linien verschwimmen. Die Entscheidungen werden immer schneller. Wer entscheidet, wann die Maschine selbst entscheidet?