Online-Hass: Die europäische Heatmap

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Die Hälfte. Eigentlich knapp darunter. So viele Menschen in zwanzig EU-Ländern sahen im Jahr 2025 online etwas wirklich Abscheuliches. Feindselig. Erniedrigend. Zielt direkt auf die Identität einer Person. Laut Eurostat sind die Zahlen nicht wesentlich gesunken, auch wenn wir über ein weiteres Quartal hinaus scrollen.

Die Hotspots? Irland. Ungarn. Finnland. Slowakei. Diese Nationen sind führend bei der Bekämpfung von Toxizität. Auf der anderen Seite können Sie in Lettland etwas entspannter durchatmen. Griechenland. Deutschland. Litauen. Ihre Diagramme sehen sauberer aus. Weniger Gift.

Aber wen schreien sie an?

Die politischen Meinungen treffen zuerst den Schlag. Dann Rennen. Ethnische Herkunft. Sexuelle Orientierung. Religion. Die üblichen Ziele für den Online-Mob. Sex. Behinderung. Alter. Wenn man jemanden kategorisieren kann, möchte ihn jemand im Internet dafür herabwürdigen.

Die Wissenschaft bestätigt es. Die Zeitschrift Nature veröffentlichte eine Studie, die direkt auf junge Männer zeigte. Sie sind am lautesten. Der aggressivste in politischen Threads. Aber geben Sie nicht der Schnittstelle die Schuld.

„Social-Media-Plattformen könnten auch mit umfassenderen sozioökonomischen und politischen Spannungen verflochten sein“, heißt es in der Studie. Es ist nicht nur die App. Es ist die Welt, die in sie hineinfließt.

Wo leben die schlimmsten Sachen?

Geographie ist wichtig. In den letzten drei Monaten des Jahres 2025 wies Westeuropa die schlimmste Toxizität auf. Dort war es schlimm. Konsequenterweise. Das European Observatory of Online Hate verfolgt es und die Karte zeichnet ein klares Bild.

Südeuropa blieb knapp dahinter zurück. Gleiche Kurve. Eine leichte Beule Ende Dezember, die den Westen widerspiegelt. Inzwischen Osteuropa? Sie hielten es ruhiger. Niedrigere Werte. Weniger Lärm.

Was genau sagen sie? Antisemitismus geht oft mit Rassismus einher. An die Religion gebunden. Verbunden mit der Politik. Es ist ideologisch. Es ist verschwörerisch. Dann kommt der antimuslimische Hass. Anti-LGBTQ+-Rhetorik. Hass gegen Flüchtlinge. Eine vorhersehbare Hierarchie der Grausamkeit.

Welche Plattformen hosten alles?

X gewinnt. Oder verliert, je nach Perspektive. Es ist giftiger als YouTube. Facebook. Instagram. TikTok. Die Daten setzen X an die Spitze.

Spielt es aber eine Rolle?

Die Toxizität ist nicht zwangsläufig überall außer Kontrolle geraten. Die Ergebnisse sind flach. X beendete das Jahr 2024 mit 0,24. 2025 ist ungefähr gleich. Eine winzige Verschiebung von 0,01. Mittlerweile haben wir uns an das Medium gewöhnt. Vielleicht ist das der Punkt. Vielleicht ändert sich nichts, bis wir es schaffen.

Also scrollen wir weiter. Der Hass ist stabil. Das Publikum ist breit. Und die jungen Männer reden weiter.