Es kommt nicht oft vor, dass Microsoft eine völlig neue Kategorie von Hardware erfindet. Und doch waren sie auf der CeBIT 2006 in Hannover und zeigten der Welt das Origami-Projekt. Es war nicht nur ein Teaser. Es war die Enthüllung eines Konzepts, aus dem schließlich der Ultramobile PC oder UMPC werden sollte.
Die Idee war einfach, aber mutig. Microsoft hat sich mit Hardware- und Softwareunternehmen zusammengetan, um ein Gerät zu entwickeln, das im Mittelweg zwischen einem PDA und einem Tablet-PC liegt. Es lief unter einem Standard-Windows-Betriebssystem. Und es sollte weniger als 1000 Dollar kosten.
Origami begann als Codename. Dem Team gefiel es so gut, dass es es für die öffentliche Website behielt. Ein Manager hatte ein Faible für die japanische Kultur. Der Name bezieht sich auf diese komplizierten Papierskulpturen. Es passte zum kleinen, zusammenklappbaren Design des Geräts, das sie bauten.
Der Bedarf war klar: kleiner als ein Notebook, intelligenter als ein PDA.
Gartner, das IT-Forschungsunternehmen, hat den Entwurf für diesen neuen Bereich entworfen. Sie wollten nicht nur ein Spielzeug. Sie wollten einen ernsthaften Konkurrenten. Die Ziele waren konkret.
- Eine Akkulaufzeit von acht Stunden.
- Ein Preis unter 400 $.
- Inhaltspakete von Intel und Microsoft, die tatsächlich Sinn machten.
- Eine bessere Shell, die auf Windows Vista läuft.
- Echte Texteingabemethoden, die nicht auf der Daumeneingabe beruhten.
- Dock-and-Go-Synchronisierung, die nahezu keinen Benutzeraufwand erforderte.
- Anhaltende Dynamik sowohl von Microsoft als auch von Intel.
Das sind edle Ziele. Aber die Realität bleibt hinter der Vision zurück. Die ersten UMPC-Einheiten würden nicht jede einzelne dieser Markierungen erreichen. Einige Funktionen würden fehlen. Andere würden sich verzögern.
Wir schauen uns an, was Microsoft für die UMPC-Landschaft geplant hat. Wir schauen uns auch an, was noch auf dem Reißbrett war. Es kommt darauf an, wie diese Computer tatsächlich funktionierten. Sie unterscheiden sich in grundlegenden Punkten von Tablets. Sie unterscheiden sich ebenso stark von PDAs.
Ultramobile PC-Software
Die meisten Menschen verwechseln ultramobile PCs mit High-End-PDAs. Sie sind nicht gleich.
Nehmen Sie den Palm Treo 700w. Es läuft unter Windows Mobile. Das ist ein abgespecktes, mobilspezifisches Betriebssystem. Dafür entwickelte Apps sind leichtgewichtig. Sie sind für kleine Bildschirme konzipiert. Sie verfügen nicht über die Leistungsfähigkeit einer vollständigen Desktop-Umgebung.
Beim UMPC ist das anders. Es läuft mit normalem Windows Vista.
Keine mobile Version. Keine gekürzte Ausgabe. Das Standard-Betriebssystem, das auf Millionen von Desktops und Laptops zu finden ist.
Diese Unterscheidung verändert alles.
Warum Standard-Windows bahnbrechend ist
Bei Windows Mobile müssen Entwickler Anwendungen neu schreiben. Sie müssen für kleine Touchscreens optimiert werden. Sie müssen Funktionen entfernen.
Das verlangt die UMPC nicht.
Es läuft handelsübliche Windows-Software. Keine Änderungen. Keine Sondereditionen. Nur die Apps, die Sie bereits kennen.
Die einzige zusätzliche Schicht? Origami-Erlebnis.
Diese Suite bietet zusätzlich Tablet- und Touchscreen-Unterstützung. Es ändert nichts am Kernerlebnis. Dadurch funktioniert die Schnittstelle lediglich mit Hardware, für die Microsoft ursprünglich nicht entwickelt wurde.
Sie erhalten die volle Desktop-Leistung. Im Taschenformat.
Die Hardware-Realität
Microsoft hat nicht nur Software versprochen. Sie zeigten Hardware.
Die angekündigten UMPCs sind klein.
- Gewicht: Weniger als zwei Pfund.
- Bildschirm: Sieben Zoll.
Das ist kein Tablet. Nicht wirklich.
Aktuelle Tablet-PCs von Motion oder Fujitsu sind größer. Schwerer. Sperrig.
Dann gibt es noch den Aopen MiniPC. Es ist ein Desktop. Kein Bildschirm im Lieferumfang enthalten. Den Rest musst du selbst bauen.
Der OQO-PC existiert. Aber es ist noch kleiner.
Der UMPC sitzt in der Lücke.
Es ist größer als das OQO. Kleiner als ein Tablet. Leichter als ein Laptop.
Und es ist billiger.
Typische Tablets kosten ein Vermögen. Die UMPC untergräbt sie.
Nicht nur ein iPod-Killer
Michael Gartenberg von Jupiter Research hat es richtig gemacht.
„Origami ist per se kein iPod-Killer, sondern vielmehr eine neue Geräteklasse, die mit anderen Geräten konkurrieren wird, die ungefähr das Gleiche kosten.“
Das ist der Schlüssel.
Es geht nicht nur um Musik. Oder Medien.
Es geht um Wettbewerb.
Tragbare Mediaplayer. Spielekonsolen. GPS-Geräte.
Sie alle stehen jetzt unter Druck.
Denken Sie an PCs mit TV-Tuner. Bevor es MCE (Media Center Edition) gab. Die Hardware war da. Die Software war nicht einheitlich.
MCE brachte die 10-Fuß-Benutzeroberfläche mit. Das Erlebnis auf der großen Leinwand.
Origami bringt die 10-Zoll-Benutzeroberfläche mit.
Es ist nah. Persönlich. Direkt.
Sie schauen nicht von der anderen Seite des Raumes aus zu. Du hältst es.
Diese Nähe verändert die Funktionsweise von Software. Wie Benutzer interagieren.
Handelt es sich um einen Laptop-Ersatz?
Vielleicht noch nicht.
Aber es ist sicherlich kein Spielzeug.
Die Marktlücke
Kein Hersteller hatte dieses Segment.
Nicht wirklich.
Tablets waren eine Nische. Teuer. Langsam.
Laptops waren zu groß.
PDAs waren zu begrenzt.
Die UMPC füllt die Lücke.
Darauf läuft Windows Vista. Origami Experience verbessert es.
Sie erhalten vertraute Software. Neuer Formfaktor.
Niedriger
Microsoft tänzelt seit Jahren um die Idee eines Touchscreen-Tablets herum. Windows-Tablet-PCs lauern seit fast einem Jahrzehnt auf dem Markt, haben sich aber nie ganz für den Massenmarkt durchgesetzt. Mit der Einführung des Ultra-Mobile PC (UMPC) verfolgt das Unternehmen nun einen anderen Ansatz. Es ist nicht nur ein neu verpackter Laptop. Es ist ein deutlicher Fortschritt in der Hardware-Evolution.
Bei der Eingabemethode wird es interessant. Laut Bill Mitchell, einem leitenden Programmmanager bei Microsoft, bieten diese Geräte ein Dreifaches an Interaktionsmöglichkeiten. Sie können das berührungsempfindliche Display als QWERTZ-Bildschirmtastatur verwenden und zur Navigation die „Wähltasten“ verwenden. Sie können Notizen mit einem Stift kritzeln. Oder Sie können eine herkömmliche Tastatur über USB oder Bluetooth anschließen.
Nicht jeder Anbieter garantiert bei seinen ersten Markteinführungen die Bluetooth-Unterstützung, aber die meisten versprechen sie zusammen mit verschiedenen USB- und Bluetooth-Tastaturen. Das Setup ist der aktuellen Tablet-PC-Landschaft nachempfunden: Einige verfügen über integrierte Tastaturen, aber alle ermöglichen entweder die Stift- oder Tastatureingabe.
Hardware-Spezifikationen und Konnektivitätsports
Die Hardwareliste dieser UMPCs ist für solch kleine Maschinen überraschend robust. Wir reden hier nicht nur über WLAN und USB. Zu den geplanten Häfen gehören:
- Kabelgebundene Ethernet- und WiFi-Netzwerkanschlüsse
- Compact-Flash-Kartensteckplätze
- USB v 2.0-Anschlüsse
- Ein externer VGA-Monitoranschluss
- Audiotasten und Anschlüsse
- Unterstützung für Stereomikrofone mit integrierter Rauschunterdrückung und Echounterdrückung
- Eine Fernbedienung speziell für die Media Center PC-Anwendung
Unter der Haube finden Sie eine Mischung aus Prozessoren. Intel Celeron M- und Intel Pentium M-Chips liegen auf dem Tisch. Auch VIA C7-M-Prozessoren sind mit von der Partie. Wenn Sie auf AMD gehofft haben, halten Sie nicht den Atem an. In keinem der angekündigten Pläne sind bisher AMD-Chipsätze enthalten.
die 7-Zoll-Display-Strategie
Die Designphilosophie von Microsoft basiert hier auf Kostensenkung durch Standardisierung. Sie wollten keinen benutzerdefinierten Bildschirm in Auftrag geben. Sie wollten handelsübliche Displays, die bereits in der gängigen Unterhaltungselektronik verwendet werden. Das Ergebnis ist ein 7-Zoll-VGA-Display mit einer nativen Auflösung von 800 x 480. Es kann 800 x 600 verarbeiten, es muss jedoch mit einem gewissen Qualitätsverlust gerechnet werden.
Otto Berkes, Programmmanager bei Microsoft, erläuterte die Begründung in einem Zeitungsinterview. Der Formfaktor dreht sich um diese spezifische Panelgröße. Warum etwas Neues bauen, wenn die Branche bereits einen Standard hat? Das 7-Zoll-Panel ist allgegenwärtig. Es handelt sich um die Standardgröße für tragbare DVD-Player und Unterhaltungssysteme im Auto. Eine breite Akzeptanz bedeutet geringere Kosten.
Dieser Ansatz steht in krassem Gegensatz zu bestehenden Motion Computing-Tablets. Diese Geräte verwenden kontrastreiche, blendfreie, aktive Digitalisierer. Der Stift ist dort König. Sie können nicht einfach auf den Bildschirm tippen. Die UMPC-Bildschirme sind allgemeine Touchscreens. Sie können einen Finger verwenden. Sie können einen Stift verwenden. Sie können eine Stiftkappe verwenden. Es ist flexibler.
Bert Haskell, Produktmanager bei Motion Computing, stellte fest, dass die 8,4-Zoll-Displays für ältere Unternehmensanwendungen entwickelt wurden. Diese Apps erfordern häufig eine SVGA-Auflösung (800 x 600). Die UMPC-Displays sind mit ihren Breitbild-Seitenverhältnissen für das Ansehen von Filmen konzipiert. Sie priorisieren den Medienkonsum gegenüber der Präzision des Unternehmens.
Welches Gerät gewinnt also? Es hängt davon ab, ob Sie alte Unternehmenssoftware ausführen müssen oder einfach unterwegs HD-Inhalte ansehen möchten. Der UMPC opfert etwas Präzision zugunsten der Vielseitigkeit und des Preises. Das traditionelle Tablet opfert Vielseitigkeit zugunsten robuster, professioneller Eingabegenauigkeit.
Der Markt spaltet sich. Die eine Seite möchte Unternehmenstools, die wie Desktops funktionieren. Der andere möchte tragbare Medienzentren, die gleichzeitig als Computer dienen. Auf Letzteres setzt Microsoft beim UMPC. Es ist ein Glücksspiel, dass sich die Verbrauchergewohnheiten in Richtung Touch und Medien verschieben.
Wir werden sehen, ob der 7-Zoll-Formfaktor hält. Oder ob Benutzer irgendwann trotz der Kostenauswirkungen größere Bildschirme fordern werden. Die Hardware ist fertig. Die Frage ist, ob das Software-Ökosystem mithalten kann.
Der Batterie-Realitätscheck
Energieverwaltung ist nicht nur eine Funktion für UMPCs. Es ist der Unterschied zwischen einem brauchbaren Werkzeug und einem Ziegelstein.
Vor der Markteinführung warnten Analysten und Microsoft-Insider, dass diese Geräte Strom verschlingen würden. Der Schuldige ist oft die Anzeige. Ein Sieben-Zoll-Bildschirm benötigt deutlich mehr Energie als kleinere Formfaktoren. Das Ergebnis? Die meisten UMPCs liefern zwischen zwei und sechs Stunden Laufzeit.
Für einen normalen Acht-Stunden-Arbeitstag reicht das nicht aus.
Michael Gartenberg von Jupiter Research wies direkt auf das Defizit hin. Er stellte fest, dass die Akkulaufzeit das fehlende Stück sei. Ohne einen Akku mit höherer Kapazität können diese Geräte kaum als „Lifestyle-Geräte“ funktionieren, die den ganzen Tag halten.
Vergleichen Sie dies mit größeren Notebooks. Sony, Fujitsu und Motion Computing bieten Geräte mit mehr als drei Stunden Laufzeit an. Dies erreichen sie durch physikalische Vorteile – größere Gehäuse ermöglichen größere Batterien. Den UMPCs fehlt einfach dieser Platz.
Microsofts Gegenmaßnahme beinhaltet aggressive Energieverwaltungsstrategien. Sie haben eine schnelle Startsequenz implementiert. Dieser eingebettete Betriebssystemmodus übernimmt die Medienwiedergabe, ohne einen vollständigen Start auszulösen.
AVS Multimedia-Modus erklärt
Wie funktioniert das eigentlich in der Praxis?
Dustin Hubbard von Microsoft hat die Lösung in seinem Blog ausführlich beschrieben. Der Samsung UMPC verfügt über einen Drei-Wege-Netzschalter.
- Ein
- Aus
- AVS Multimedia
Die dritte Option ist der Schlüssel. AVS Multimedia startet in einen eingebetteten Zustand. Es ahmt das Verhalten von Windows XP Embedded nach. Sie erhalten sofortigen Zugriff auf Filme, Musik und Fotos.
„Das bringt Ihnen zwei Vorteile: vermutlich eine bessere Akkulaufzeit, da nicht so viele Dienste im Hintergrund laufen, und einen schnellen Kaltstart für den reinen Medienverbrauch.“ — Dustin Hubbard
Es gibt kein Warten auf die vollständige Auslastung des Betriebssystems. Der Kompromiss ist Einfachheit. Sie opfern Hintergrunddienste für Geschwindigkeit und Ausdauer. Es ist ein pragmatischer Kompromiss für ein Gerät mit begrenztem Innenraum.
Touch Pack-Verbesserungen
Warum das Touch Pack von Microsoft für UMPC-Benutzer wichtig ist
Für Benutzer, die Computer auf handtellergroßen Geräten unterbringen mussten, fühlten sich die Standard-Windows-Schnittstellen unhandlich an. Microsoft hat dieses Problem mit dem „Touch Pack“ gelöst, einer speziellen Suite von Betriebssystemerweiterungen, die speziell für die UMPC-Plattform entwickelt wurden. Das Ziel war einfach: das Touchscreen-Erlebnis tatsächlich nutzbar zu machen. Es war nicht nur ein Patch; Es war eine völlige Überarbeitung der Art und Weise, wie Sie mit PCs mit kleinem Bildschirm interagieren.
Das Paket enthält fünf verschiedene Anwendungen. Sie erhalten einen Programmstarter, allgemeine Verbesserungen der Benutzeroberfläche, einen „Brilliant Black“-Skin für den Media Player, ein Sudoku-Spiel und Wähltasten. Wähltasten sind besonders wichtig. Es handelt sich um eine daumenbasierte Bildschirmtastatur, die für die Texteingabe auf kleinen Bildschirmen entwickelt wurde. Das Tippen auf einem UMPC ohne ihn war ein Albtraum. Damit können Sie tatsächlich E-Mails versenden oder Dokumente schreiben, ohne die Finger zu verdrehen.
„Derzeit ist das Touch Pack nur für UMPC-qualifizierte Computer und nur als OEM-Vorinstallation verfügbar“, erklärte Hubbard. Diese Exklusivität zählt. Sie können es nicht einfach herunterladen und auf einen Standard-Laptop laden. Es wurde für PCs mit kleinem Formfaktor entwickelt, bei denen der Platz auf dem Bildschirm knapp ist.
Optimierung der Navigation für kleine Bildschirme
Mitchell von Microsoft erläuterte die Kernphilosophie. Die Software optimiert die Touchscreen-Benutzeroberfläche, um die Navigation zu vereinfachen. Wenn Sie unterwegs sind, haben Sie keine Zeit für die Feinmotorik. Das Paket macht Präzision überflüssig.
Das Herzstück ist der anpassbare Programmstarter. Es organisiert Software in Kategorien. Es verwendet große Schaltflächen und Symbole. Dies erleichtert das Auffinden und Öffnen Ihrer Lieblingsanwendungen. Die meisten Marketing-Screenshots von UMPCs zeigen genau diese Ansicht. Es ist das Gesicht der Hardware.
„Die Software Microsoft Touch Pack für Windows XP optimiert die Touchscreen-Benutzeroberfläche für UMPCs, um die Navigation und Benutzerfreundlichkeit unterwegs zu vereinfachen.“
Unter der Haube: Berühren Sie Verbesserungen und Medien
Über den Launcher hinaus gibt es strukturelle Änderungen. „Touch Improvements“ ist das Dienstprogramm, das etwa zehn verschiedene Einstellungsänderungen an Windows verwaltet. Es verbreitert die Bildlaufleisten. Dadurch werden die Schaltflächen zum Minimieren und Maximieren vergrößert. Es erzwingt auch, dass Ordner in der Miniaturansicht angezeigt werden. Dabei handelt es sich nicht um kosmetische Änderungen. Sie sind funktionale Notwendigkeiten. Eine Standard-Bildlaufleiste ist zu dünn, um mit dem Finger berührt zu werden. Das Paket behebt das.
Dann gibt es noch „Brilliant Black“. Dies ist ein neuer Skin für Windows Media Player. Es füllt den Gerätebildschirm mit großen Bedienelementen. Sie erhalten große Tasten für Wiedergabe, Stopp und Lautstärke. Das Navigieren in Medien auf einem winzigen Display erfordert normalerweise die Suche nach kleinen Pfeilen. Hier stehen die Bedienelemente im Vordergrund. Sie tippen, was Sie brauchen. Kein Rätselraten.
Diese Änderungen lösen ein bestimmtes Benutzerproblem. Standard-Windows XP wurde für Mäuse und Tastaturen entwickelt. UMPCs brauchten einen anderen Ansatz. Dafür sorgte das Touch Pack. Es wurden nicht nur Funktionen hinzugefügt. Es hat die Interaktion neu gedacht. Für die frühen Anwender kleiner PCs war dies der Unterschied zwischen einer Neuheit und einem Werkzeug.
Wie DialKeys die Daumeneingabe für kleinere Bildschirme optimiert
Der dritte Eintrag in der Touch Pack-Reihe ist DialKeys, ein von Fortune Fountain Ltd. entwickeltes Tool. Sein Zweck? Lassen Sie mit Ihren Daumen tippen. Es wurde entwickelt, um die Eingabe von URLs, E-Mail-Adressen und anderen textintensiven Zeichenfolgen weniger mühsam zu machen.
Hubbard erklärt die Mechanismen in seinem Blog. Die Software übernimmt ein Standard-QWERTY-Layout und teilt es in der Mitte auf. Sie halten das Gerät mit beiden Händen. Deine Daumen erledigen die Arbeit.
„Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Leute sind immer wieder erstaunt, wie gut sie damit tippen können, wenn sie es ein oder zwei Tage lang benutzen“, schreibt Hubbard.
Das Layout ist auf den ersten Blick nicht intuitiv. Es gibt viele Screenshots online, falls Sie sie sehen möchten, bevor Sie sie ausprobieren. Aber sobald Sie sich auf die Zwei-Daumen-Methode festgelegt haben, setzt das Muskelgedächtnis schnell ein.
Warum ist das wichtig? Denn das Eintippen langer Zeichenfolgen auf einem winzigen Bildschirm ist mühsam. DialKeys macht es zu einem relativ reibungslosen Prozess. Sie müssen nur die anfängliche Unbeholfenheit überwinden.
Das Touch Pack endet mit einem Sudoku-Spiel. Es ist nicht nur ein Hafen. Die Entwickler haben die Benutzeroberfläche speziell für die Touch-Eingabe und die Verwendung mit einem Stift optimiert. Sie tippen auf Zahlen. Du ziehst sie. Die Reaktion fühlt sich unmittelbar an. Es gibt keine Latenz. Bei einem so kleinen Gerät ist das Interaktionsmodell wichtiger als die Grafik.
Wer baut es?
Jetzt wenden wir uns der Hardware-Realität zu. Wir haben die Software bereit. Die Frage ist, wer diese Einheiten zusammenbaut. Die Fertigungslandschaft für UMPCs (Ultra-Mobile PCs) ist fragmentiert. Sie erhalten keine massenproduzierte Lautstärke wie bei einem Smartphone. Es handelt sich um Läufe mit geringem Volumen.
Dies betrifft alles von der Komponentenbeschaffung bis zur Endmontage. In einigen Regionen sind die Arbeitskosten niedriger, aber die Logistik in der Lieferkette kann zum Albtraum werden. Wir betrachten einen Nischenmarkt. Nische bedeutet nicht billig. Aufgrund geringer Skaleneffekte ist dies oft teuer.
Die Preisschild-Realität
Bei den Kosten geht es nicht nur um die Stückliste. Es geht um das Geschäftsmodell. Wer übernimmt das Risiko bei dieser Inventur?
- Geringes Volumen treibt die Stückkosten in die Höhe.
- Spezialisierte Komponenten für Touch-Schnittstellen erhöhen den Premium-Preis.
- Softwareoptimierung (wie das Sudoku-Paket) ist ein Mehrwert und keine Kosteneinsparung.
Erwarten Sie einen höheren Preis als für ein Tablet. Dies ist kein Standardgerät. Es ist ein Spezialwerkzeug. Aufgrund der Produktionsbeschränkungen sind die Margen knapp. Oder die Preise werden überhöht, um das Risiko abzudecken.
Was dies für Benutzer bedeutet
Das letzte Sudoku-Spiel im Touch Pack signalisiert Absicht. Das Gerät ist auf Interaktion ausgelegt. Nicht tippen. Keine Mausklicks. Tippen und ziehen. Wenn Sie diesen UMPC kaufen, kaufen Sie ein bestimmtes Benutzererlebnis. Sie akzeptieren den Preis dieser Exklusivität.
Die Herstellerpartner bestimmen die Verfügbarkeit. Der Preis bestimmt, wer tatsächlich eines kauft. Es ist ein Gleichgewicht. Eines, das selten zugunsten des Verbrauchers kippt.
Die Hardware-Kriege: Intel, VIA und wer tatsächlich verkauft
Während Intel-Chips in Geräten von Samsung, Asus und Founder schnell den Branchenstandard setzten, war der Markt nicht ganz einheitlich. PaceBlade Japan beschloss, mit dem SmartCaddie, einem UMPC mit VIA-Technologie-Prozessor, eigene Wege zu gehen. Es war eine Erinnerung daran, dass der ultramobile Raum in Bezug auf die Architektur immer noch ein Freiraum für alle war.
Der Preis wurde zum unmittelbaren Unterscheidungsmerkmal. Samsungs Q1 kam im zweiten Quartal 2006 auf den Markt. Sie konnten es für 1.099 US-Dollar kaufen. Das ist ein hoher Eintrittspreis für ein Gerät, das nicht einmal über ein Telefon verfügt. Vergleichen Sie das mit dem TabletKiosk eo v7110, hergestellt von AMtek und in den USA für 899 US-Dollar verkauft. Es war billiger. Immer noch teuer, aber billiger. Asus und Founder wurde eine spätere Verfügbarkeit versprochen, während Motion Computing schwieg. Sie hatten keine UMPC-Ankündigung.
Warum Unternehmensriesen am Rande blieben
Motion Computing war der Hype egal. Sie haben bereits Metall bewegt, nur nicht in die Verbraucherrichtung, die Microsoft vorangetrieben hat. Bert Haskell, eine wichtige Stimme bei Motion, sah den UMPC-Trend als Bestätigung. Es bestätigte, was sie bereits über Mobilität wussten. Die Kunden wünschten sich eine höhere Mobilität. Sie wollten ihrer Arbeit außerhalb des Büros nachgehen.
„Wir betrachten es als Bestätigung und Bestätigung unseres Ziels mit Tablet-PCs“, erklärte Haskell. „Es ist schön zu sehen, dass Microsoft die gleiche Vision für ein verbraucherorientiertes Produkt entwickelt.“
Aber Vision ist kein Umsatz. Motion richtet sich an Unternehmen. Vertriebsmitarbeiter. Krankenhauspersonal. Sie rüsten Profis aus, die Leistung und nicht nur Mobilität benötigen. Ihre Tablets sind mit Pentium-M-CPUs, 60-GB-Festplatten und 1 GB RAM ausgestattet. Das ist schwere Hardware für eine schwere Arbeit. Sie verstehen die Bedürfnisse von Unternehmen, weil sie diese bedienen.
„Wir haben einen deutlich anderen Fokus, da wir uns mit leistungsstarkem Enterprise Computing befassen“, sagte Haskell. „Wir zielen derzeit nicht auf Verbrauchermärkte ab. Wenn wir uns für diesen Übergang entscheiden, wäre das eine ziemlich bedeutende Veränderung für uns.“
Sie lehnten den Trend nicht ab. Sie warteten nur darauf, dass es über die Gadget-Phase hinaus reifte.
Vista, Treiber und das UX-Problem
Microsoft hatte ein Versprechen zu halten. Sobald Windows Vista ausgeliefert wurde, würden UMPCs eine Version davon ausführen. Das Betriebssystem war noch nicht fertig, daher waren definitive Ansprüche nicht möglich. Aber die Flugbahn war klar.
„Die Vista-Anforderungen liegen noch nicht vor, aber wenn die Geräte über die Hardware-Spezifikationen verfügen, die Vista erfordert, sollten sie realistischerweise in der Lage sein, es auszuführen“, sagte Hubbard von Microsoft.
Hier ist der Haken. Das Ausführen des Betriebssystems bedeutet nicht, dass die Benutzererfahrung funktioniert. Auf dem UMPC läuft eine Tablet-Version von XP, aber das bedeutet nicht, dass jede Tablet-App auf den kleinen Bildschirm passt. Tatsächlich ist dies bei den meisten nicht der Fall.
„Um es klarzustellen: Nicht alle Tablet-fähigen Apps sind auf einem UMPC sinnvoll und nicht alle UMPC-Apps sind auf einem herkömmlichen Tablet sinnvoll“, gab Hubbard zu. „Der kleine Formfaktor und die Touch-Interaktion von UMPC bedeuten, dass Sie für ein wirklich großartiges Benutzererlebnis Ihre Benutzeroberfläche so gestalten müssen, dass diese Vorteile wirklich genutzt werden.“
Entwickler konnten ihre Desktop-Apps nicht einfach verkleinern. Sie mussten die Berührung überdenken. Wenn UMPCs durchstarten würden, würden wir differenzierte Anwendungen sehen. Software, die für Berührungen entwickelt wurde, nicht für Mausklicks. Microsoft baute diese Verbesserungen in die Einheiten ein und hoffte, dass das Ökosystem folgen würde.
Der Preis, der es retten (oder töten) könnte
Es wurde erwartet, dass UMPCs auf einem seltsamen Mittelweg landen würden. Günstiger als die meisten Tablets. Teurer als die meisten PDAs. Aber der Preis war das Problem, das die Analysten schlafe hielt.
Bob O’Donnell von IDC brachte es auf den Punkt. Der Preis ist wichtig.
„Für mich ist der Preis eines der wichtigsten Dinge dabei“, erklärte O’Donnell. „Wenn es weniger als 500 US-Dollar kostet, ist es ein schickes Gerät. Die Leute geben so viel für iPods aus. Man hat also das Gefühl, dass es zu einem niedrigen Preis sehr interessant und sehr ansprechend sein könnte.“
Denken Sie über den Kontext nach. Überall entstanden kostenlose WLAN-Netzwerke. Sie können einen UMPC verwenden, um ein umfassendes Surferlebnis zu erhalten. Versuchen Sie das auf einem 2-Zoll-Handybildschirm. Es war eine schrecklich nutzlose Erfahrung. Die Menschen wollten überall und jederzeit Zugriff auf Informationen haben. Aber sie waren nicht bereit, 1.000 Dollar dafür zu zahlen.
Scott Fulton von TGDaily.com fasste die Mängel ohne Beschönigung zusammen. Der UMPC war zu groß für eine Hosentasche. Es konnte nicht herausgerufen werden. Es fehlte eine diskrete Möglichkeit, sich mit der Außenwelt zu verbinden. Es war etwas teuer. Und was vielleicht am unerwartetsten war: Es war machthungrig.
Die Akkulaufzeit war der Knaller. Wenn Hersteller keine mehrere Stunden Laufzeit erreichen konnten, war das Gerät ein Briefbeschwerer. Wenn die Kosten nicht unter 1.000 US-Dollar fielen, handelte es sich um ein Nischenspielzeug. Wenn sich das Touch-Erlebnis für neue Benutzer schwerfällig anfühlte, war es ein Fehler.
Es wird nicht einfach sein, alle diese Ziele zu erreichen. Aber das Interesse war groß. Die Größe war ansprechend. Die Idee war verführerisch. Ob es dabei geblieben ist, ist noch offen.
Microsoft ist eine Marketingmaschine. Sie brauchten über ein Jahr, um eine glaubwürdige Kampagne für die UMPC aufzubauen. Sie nutzten Blogs. Sie hinterließen Botschaften bei den Keynotes von Bill Gates. Sie veröffentlichten ein kurzes Konzeptvideo, das viral ging. Offenbar unbeabsichtigt.
„Origami“ war der Codename. Microsoft nutzte es bereits vor der CeBIT-Ankündigung. Der Name blieb hängen. Anbieter nennen UMPCs immer noch „Origami“. Microsoft verwendet es in seinem Teamblog. Es lebt auf ihrer Community-Site.
Das Unternehmen widmete sich dem Bloggen. Damals war es beliebt. Projektmitglieder führten den Teamblog durch. Sie sorgten für Aufsehen. Sie sorgten für Aufregung. Dies war eine virale Marketingkampagne. Das Ziel war Gemeinschaft. Sie wollten, dass unterschiedliche Akteure auf einer gemeinsamen Plattform zusammenkommen.
Das Team bloggt immer noch. Die Website verfügt über ein aktives Forum. Benutzer diskutieren über Funktionen. Sie streiten über Versprechen, die den frühen Einheiten gemacht wurden.
Dustin Hubbard, Microsoft Mobile PC Manager, brachte es auf den Punkt. Er sagte, die Idee sei als kleine Basisinitiative entstanden. Es sollte Interesse an der UMPC wecken.
„Junge, haben wir das gemacht? Insgesamt war die Kampagne erfolgreich, übertraf unsere kühnsten Erwartungen und war ehrlich gesagt vielleicht etwas zu erfolgreich.“
Das ist das Problem. Sie haben es zu gut gemacht. Aus dem Summen wurde Lärm. Die Plattform wurde zu einem Meme. Und jetzt versuchen Sie, ein Nischengerät an ein Mainstream-Publikum zu verkaufen? Das ist schwer zu verkaufen. Der Hype ließ nach. Die Geräte waren zu schwach. Der Preis war zu hoch. Aber das Marketing? Das war eine Meisterklasse in Sachen unbeabsichtigter Folgen.
Microsoft besteht darauf, dass der Zeitpunkt ein Zufall war. Das Unternehmen plante die Vorstellung seines Ultramobilen PCs (UMPC) am 9. März 2006 und benötigte eine zweiwöchige Vorlaufzeit, um in Schwung zu kommen. Sie wählten den 23. Februar, um den Lärm zu beginnen. Apple hat zufällig genau das gleiche Datum für eine seiner eigenen großen Ankündigungen gewählt.
Reiner Zufall. Das behauptet das Projektteam.
Der „Digital Kitchen“-Video-Leak
Der eigentliche Motor des Hypes war nicht die Pressemitteilung. Es war ein Video.
Der von der Produktionsgruppe Digital Kitchen erstellte Clip war ein Konzeptstück. Es war über ein Jahr alt, als es in den Druck kam. Microsoft hat es ursprünglich nur für die interne Anzeige entwickelt. Es war nie für die Öffentlichkeit gedacht.
Das Filmmaterial ist vage. Sie sehen Nahaufnahmen eines kleinen Geräts im Taschenformat. Ein Benutzer mischt Musik. Ein anderer spielt Spiele. Jemand anderes zeichnet Bilder.
Eine Szene erregte die Aufmerksamkeit aller. Eine Person scheint Halo auf einem UMPC-ähnlichen Gerät zu spielen.
„Das Video, das nur für Microsoft-Mitarbeiter gedacht war, zeigte unser ultimatives Ziel, die gesamte Windows-Software auf diesem ultramobilen Formfaktor auszuführen. In dieser ersten Version werden Sie sich jedoch wahrscheinlich hauptsächlich auf Gelegenheitsspiele beschränken“, schrieb Dustin Hubbard.
Laut Microsoft kam der Hype um das Video völlig unerwartet. Niemand im Unternehmen wusste, dass es öffentlich war. Jemand hat es über eine Internetsuche gefunden und gepostet.
„Ich nehme an, dass sich beide Ereignisse als Zufall erwiesen haben, aber wenn ich ehrlich bin, war das nicht geplant. Die Entdeckung des Videos hat unsere Buzz-Kampagne von einer technikbegeisterten Anhängerschaft zu den Mainstream-Medien geführt.“
Dieses einzelne Leck veränderte die Diskussion. Es hat UMPC von einem technischen Nischenthema zu einem Mainstream-Thema gemacht.
Was ist ein UMPC und wie passt er hinein?
Der ultramobile PC steht in einem überfüllten Raum. Es konkurriert mit Smartphones, Laptops, Netbooks, Ultrabooks und Tablets.
Das Ziel war einfach. Führen Sie vollständige Windows-Software in einem winzigen Formfaktor aus.
Die Realität sah anders aus. Frühe Versionen hatten Probleme mit der Akkulaufzeit und der Rechenleistung. Halo? Eine Fantasie. Gelegenheitsspiele? Das war die Grenze.
Die Hardware hinter dem Hype
Das „Origami“-Projekt von Microsoft führte zu echten Geräten. Das Samsung Q1 wurde zum bekanntesten Beispiel.
Intel lieferte den Atom-Prozessor. Es wurde speziell für diese Geräteklasse entwickelt. Geringe Leistung. Geringer Platzbedarf.
Die UMPC-Community wuchs um diese Hardware-Einschränkungen herum. Enthusiasten haben die Firmware optimiert. Sie untersuchten, was innerhalb der Hardwaregrenzen möglich war.
Warum das Timing wichtig war
Der Konflikt mit der Ankündigung von Apple zwang Microsoft, seine Vision öffentlich zu verteidigen.
Kritiker nannten es ein Spielzeug. Eine Spielerei.
Befürworter sahen eine neue Kategorie. Eine Brücke zwischen Telefon und Laptop.
Das Videoleck beschleunigte diese Debatte. Es zeigte das Potenzial, auch wenn die Umsetzung schwierig war.
Wo lebt die UMPC jetzt?
Der Begriff „UMPC“ verblasste. Die Kategorie zersplitterte.
Netbooks belegten das untere Ende. Tablets eroberten den mobilen Platz. Laptops blieben dominant.
Aber die Vision blieb bestehen. Klein, leistungsstark, immer verbunden.
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- Wie PCs funktionieren
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- Wie WLAN funktioniert
- Wie Bluetooth funktioniert
Verwandte Links
- Das Origami-Projekt
- Ultramobile PC-Hardware
- Ultramobiler Intel-PC
- UMPC-Community
- Samsung Q1 UMPC
Quellen
- Block, Ryan. „Microsofts Origami-Projekt.“ Engadget, 24. Februar 2006.
- Malaka, Yazan. „Microsofts Origami-Projekt: Immerhin ein ultramobiler PC.“ TechHash, 9. März 2006.
- Microsoft: Ultramobiler PC
- Reicher, Thomas. „Praktisch mit dem Samsung Q1 / Origami.“ Engadget, 8. März 2006.
- UMPC-Community
- „Wird UMPC einen Sweet Spot erreichen?“ Inkrementeller Blogger, 15. März 2006.
