Apple verklagt OpenAI wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen

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Große Neuigkeiten. Apple hat Klage eingereicht.

Die am Freitag beim Bundesgericht eingereichte Beschwerde wirft OpenAI vor, proprietäre Technologiegeheimnisse gestohlen zu haben. Aber es ist nicht nur das Unternehmen, das am Haken ist. Apple nannte zwei konkrete Mitarbeiter, die Cupertino nach San Francisco verließen.

Tang Tan. Chief Hardware Officer bei OpenAI. Er verbrachte 24 Jahre bei Apple, bevor er den Sprung wagte.

Dann ist da noch Chang Liu. Ein Softwareentwickler mit einer achtjährigen Tätigkeit bei Apple.

Apple sagt, sie hätten ein Muster für Diebstahl gefunden.

„Der Schutz ihrer Arbeit und ihres geistigen Eigentums ist etwas, das wir sehr ernst nehmen. Kürzlich sind erhebliche Beweise aufgetaucht, die darauf hindeuten, dass bei OpenAi beschäftigte Personen unsere geheimen und vertraulichen Informationen unrechtmäßig übernommen haben.“

Dies ist im aktuellen Einstellungskrieg beispiellos. Ja, Technologieriesen werben Talente ab, als wäre es der Wilde Westen. Auf der Suche nach besseren Kontrollen und größeren Rollen wechseln die Leute von Team zu Team. Aber sie tatsächlich verklagen, weil sie die Blaupausen für Ihr nächstes iPhone ausgehändigt haben? Das ist Neuland.

Es fühlt sich jetzt weniger wie ein Jobwechsel an, sondern eher wie Wirtschaftsspionage.

Der Hardware-Winkel

Warum braucht OpenAI dieses Zeug?

Sie wollen physische Geräte bauen. Nicht nur Code. Echte Hardware. KI-Ohrhörer. Vielleicht ein Smartphone.

OpenAI verbrennt schnell Geld. Das Abonnentengeld deckt nicht alles ab. Hardware könnte die Lebensader sein, nach der sie greifen. Es entsteht auch eine seltsame Dynamik, wenn man bedenkt, dass sie derzeit mit Apple zusammenarbeiten. Siri nutzt ChatGPT für die kniffligen Fragen.

Überlebt dieser Deal das?

Schwer zu sagen. Die io-Produkte von Jony Ive wurden letztes Jahr mit OpenAI fusioniert. Ive wird in dieser Klage nicht namentlich genannt, aber die Akte verweist auf Presseberichte über die Hardware-Ambitionen von OpenAI. Ich war mittendrin dabei.

Auch in Gerichtssälen ist OpenAI nichts Neues.

Verlage verklagen sie wegen Copyright-Scraping. Familien klagen wegen KI-Chatbots, die gefährliche Ratschläge geben. Erinnern Sie sich an die Mutter, deren Tochter nach der Interaktion mit dem Bot starb? Ja, es tut immer noch weh, das zu lesen.

All dieses Drama, während sie einen Börsengang ins Auge fassen. Die Klage von Apple könnte die Lage erheblich trüben. Vor allem, wenn es die Hardware-Sparte ins Stocken bringt.

„Die Spitze des Eisbergs“

Apple nennt das beschuldigte Verhalten „die Spitze des Eisbergs“.

In der Akte sind die Details düster.

Tan soll sich kurz vor seiner Abreise vertrauliche Lieferantendaten per E-Mail geschickt haben. Er fragte Apple-Mitarbeiter in Interviews bei OpenAI nach unangekündigten Projekten, die interne Codenamen verwendeten. Schlimmer noch: Berichten zufolge forderte er die Kandidaten auf, „echte Teile“ von ihren Schreibtischen zum Vorstellungsgespräch mitzubringen. „Zeigen und erzählen“, nannte er es. Um noch mehr Geheimnisse zu lüften.

Dann Liu.

Er behielt seinen Arbeitslaptop. Nach dem Verlassen mit den freigegebenen Ordnern von Apple verbunden. Dutzende Dateien heruntergeladen. Technische Spezifikationen. Designdokumente. Proprietäre Projektdaten.

Apple argumentiert, dass dieses Fehlverhalten auf der Führungsebene von OpenAI normal sei. Sie sagen, dass das aufstrebende Hardware-Geschäft von OpenAI auf gestohlenen Grundlagen aufbaut. „Durch und durch verfault.“

OpenAI bestreitet natürlich alles.

„Wir haben kein Interesse an Geschäftsgeheimnissen anderer Unternehmen.“

Apple meldete sich bereits im Februar, als das Unternehmen zum ersten Mal die Warnsignale sah. Auf die Frage, wie OpenAI die Sicherheitslücken schließen will.

Schweigen. Keine Antwort.

Also gingen sie vor Gericht.